Schulhündin Jodoca

Seit November 2015 gibt es an der Jodocus Nünning Gesamtschule einen Schulhund. Die Golden Retriever Dame Jodoca hatte im Alter von 12 Wochen ihren ersten Schultag. Am Anfang begleitete sie ihre Besitzerin Britta Frenk nur stundenweise und im kleinen Kreis und konnte sich so gut in der Schule einleben. 2017 hat Jodoca zusammen mit ihrer Besitzerin an einer Ausbildung zum zertifizierten Therapiehundeteam teilgenommen und die Abschlussprüfung erfolgreich absolviert.

Steckbrief

Name:   Jodoca vom Pickberg

Rasse:   Golden Retriever

Geboren:  02. September 2015

Hobbys:  spazieren gehen, schlafen, essen 

Ein Schulhund begleitet seine Bezugsperson regelmäßig in die Schule. Da Mensch und Hund ein gutes Team sind, kann der Hund den Pädagogen in seiner Arbeit unterstützen. Durch seine Anwesenheit wird die Lernatmosphäre in der Schule positiv beeinflusst. Schüler und Schülerinnen werden durch die tiergestützte Pädagogik in ihrer ganzheitlichen Entwicklung gefördert.

Der Einsatz des Schulhundes kann hilfreich sein bei Ängsten, Unausgeglichenheit, Einsamkeit, Sprachstörungen, ADS/ ADHS oder Aggressivität. Außerdem kann er die Entwicklung verschiedener Bereiche, wie beispielsweise der sozialen und emotionalen Kompetenzen, des Regelbewusstseins, der Empathie und Beziehungsfähigkeit, der Wahrnehmungs- und Kommunikationsfähigkeit, der Grob- und Feinmotorik, des Verantwortungsbewusstsein und der Konzentrationsfähigkeit, Kreativität und Fantasie, unterstützen. 

Wo wird Jodoca eingesetzt?

Jodoca begleitet unruhige Klassen. Dort wird sie nur „einfach“ anwesend sein. Hier entstehen nach kurzer Zeit ein angenehmes Klassenklima und eine ruhige und entspannte Arbeitsatmosphäre. Die Klassengemeinschaft wird gestärkt, Regelverständnis wird trainiert. Aber auch als Tröstehund in angespannten oder belastenden Situationen kann Jodoca eingesetzt werden.

Der Einsatz eines Hundes kann über physiologische und psychologische Wirkmechanismen die individuellen Lernvoraussetzungen einer Schülerin oder eines Schülers verbessern, lernfördernde Bedingungen schaffen und somit zu einem erfolgreichen Lernergebnis beitragen. Hunde werden bereits seit einigen Jahren zur Unterstützung der Lesekompetenz eingesetzt. Dies geschieht oftmals mittels frei gestalteter Aktivitäten wie des „Lesens mit Hund“. Des Weiteren kann der Hund als Motivator eingesetzt werden und so Schüler mit Unterstützungsbedarf begleiten.

 

Schulhund AG/ TAFF

In der AG wird Jodoca gezielt für die praktische Arbeit eingesetzt. Am Ende des Schuljahres machen die Kinder sowohl eine theoretische Prüfung als auch eine praktische, in der sie mit Jodoca verschiedene Übungen durchführen. Folgende Ziele und pädagogische Schwerpunkte sollen in der AG Hundeführerschein umgesetzt werden:

* Die Kinder sollen den korrekten Umgang mit dem Hund erlernen und in Bezug auf den Hund sicherer werden, so dass das Unfallrisiko mit Hunden im Alltag minimiert wird.

* Die Kinder sollen den natürlichen Umgang mit dem Hund erleben und sich in der Gruppe über den Hund austauschen.

* Die Kinder sollen sich intensiv mit ihrer Körpersprache und der Körpersprache des Hundes auseinandersetzen.

* Vorhandene Ängste im Bezug auf Hunde oder Prüfungen können abgebaut werden.

* Konzentration, Aufmerksamkeit und Gedächtnisleistung der Kinder sollen geschult werden.

* Das Regelverständnis der Kinder soll geschult werden.

* Die Kinder sollen in ihrem Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein gefördert und gestärkt werden.

>> Zertifikat:

Tiergestützte Pädagogik

>> Infos

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Britta Frenk

britta.frenk@jng.borken.de

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Bericht in der MOKKA über Jodoca.

Teil 1 Teil 2